Vereine

Da Vereine keine Unternehmen sind, gemeinnützige Zwecke verfolgen und die Gremien ehrenamtlich tätig sind, besteht bei den Mitgliedern und auch vielen Vorständen häufig die Vorstellung, dass man sich mit datenschutzrechtlichen Themen im Vereinsleben nicht befassen muss.

Diese Annahme ist leider falsch. Eine Privilegierung von Vereinen gibt es nicht. Vereine müssen die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz einhalten - ohne wenn und aber!

Das ist im Prinzip nicht neu. Neu ist aber, dass die bisher verbreitete Laissez-Faire-Einstellung künftig zu erheblichen Strafen für den Verein und den beteiligten Vorstand führen kann. Aus diesem Grunde gilt es, jetzt zu handeln.

Was ist zu tun?

  • Jeder Verein sollte seinen Umgang mit den Daten insbesondere denen der Mitglieder auf den Prüfstand stellen. Dies gilt vor allen Dingen für eine eventuelle Website.
  • Vielfach ist zu überprüfen, ob die erforderliche Zustimmung des Betroffenen zu einer Verarbeitung vorliegt. Dies gilt etwa für die Veröffentlichung von Adressdaten der Mitglieder, z.B. auf der Website eines Vereins, eine Weitergabe der Daten von Vereinsmitgliedern sowie die Veröffentlichung von Fotos und Videoaufnahmen.
  • Ein weiterer kritischer Punkt ist der Umgang mit Spenden.
  • Für alle Vereine gilt, dass sie ab dem 26.5.2018, den Rechten der Mitglieder und anderen Betroffenen nachkommen können (Beispiel: Auskunftsrecht, Recht auf Löschung ).

Fazit:

Vereinsvorstände sollten das Thema Datenschutz nicht länger auf die lange Bank schieben. Eine Überprüfung ist aus unserer Sicht in jedem Falle anzuraten. Ob eine Datenschutzerklärung vonnöten und weitere Maßnahmen nach der künftigen DSGVO zu ergreifen sind, lässt sich dann erfahrungsgemäß ohne viel Aufwand klären.