Ärzte

Ärzte werden durch die neue Verordnung vor besondere Herausforderungen gestellt: Denn die Kerntätigkeit einer Arztpraxis in datenschutzrechtlicher Hinsicht besteht in der umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien von Daten im Sinne des Artikels 9 DSGVO (Gesundheitsdaten). Für diese Daten gelten besondere Schutzanforderungen. Demgegenüber besteht in vielen Arztpraxen bislang keine Sensibilität für die datenschutzrechtlichen Themen, so dass in den meisten Praxen erheblicher Handlungsbedarf besteht. Hinzukommt, dass die berufsständischen Kammern in der Pflicht sind, ihre Mitglieder zu prüfen und hierüber auch Bericht zu erstatten. Damit steigt auch das Risiko von Bußgeldern, so dass Untätigkeit auch vor diesem Hintergrund keine Alternative ist.

Auch leisten sich die meisten Arztpraxen bis heute keinen Datenschutzbeauftragten. Mitunter ist zumindest der Partner des Praxisinhabers bestellt. Das wird künftig riskant: Ein fachlich kompetenter Datenschutzbeauftragter ist jedenfalls dann zu benennen, wenn wenigstens zwei Berufsträger in der Praxis tätig sind. Für größere Praxen gilt dies ohnehin.

Weitere Hinweise finden sich in berufsspezifischen Publikationen, etwa unter:

Wir bei DHK begleiten Arztpraxen nicht nur in datenschutzrechtlicher Hinsicht. Um alle Fragen rund um das Arzt- und Kassenarztrecht das Medizinrecht sowie Fragen der Praxisübernahme kümmert sich mein Partner, Herr Thomas Oedekoven.